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LASER


Laserbehandlung

Laser werden schon seit 1964 in der Zahnheilkunde eingesetzt. Die Idee war, sowohl Schleimhaut als auch Zahnhartsubstanz und Knochen kontakt-, vibrations und schmerzarm behandeln zu können. Seit Beginn der 90er Jahre wurde die Anwendung in verschiedenen Einsatzgebieten verstärkt genutzt.


Als modernes Behandlungsgerät ist der Laser in der heutigen Zahnmedizin kaum mehr wegzudenken. Seine Anwendung ermöglicht neue minimimal-invasivere Behandlungsmethoden und ergänzt sinnvoll bereits bestehende Therapien.


Der Begriff Laser leitet sich von den Anfangsbuchstaben der die Technik beschreibenden englischen Wörter ab:

  • L ight
  • A mplification by
  • S timulated Dies bedeutet: Lichtverstärkung durch stimulierte Abgabe von Strahlung
  • E mission of
  • R adiation

Laserbehandlung bedeutet somit eine Behandlung mit Licht, welches ganz besondere physikalische Eigenschaften besitzt und damit auch nicht mit herkömmlichen Lichtquellen (z.B. einer Glühlampe) vergleichbar wäre.


Der Wunsch der Patienten nach einer minimal-invasiven und schmerzfreien Therapie wird durch den Laser weitestgehend erfüllt. Laser werden inzwischen in vielen Teilen der Medizin angewendet, z.B. in der Augenheilkunde; Herzchirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Neurochirurgie, Lungenheilkunde, Gastroenterologie, Onkologie, Gynäkologie, Orthopädie, Gefäßchirurgie, Dermatologie, Urologie.


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Nutzen


In meiner Praxis stehen Ihnen zwei Laserwellenlängen zur Verfügung, mit denen eine Vielzahl zahnärztlicher Laser-Behandlungen ausgeführt werden können.


Der KaVo Universallaser


KaV0 Universallaser Mit einer erhöhten Frequenz von 25 Hz und einer Energie von 600 mJ glänzt das 70 kg leichte High-Tech-Produkt in einem modernen, abgerundeten Design und einfacher Menüsteuerung durch Touch-Screen. Der Multifunktions-Fußanlasser sorgt für absolute Behandlungsfreiheit: kein Ablegen von Instrumenten während der Präparation.

Schmerzarme Behandlung
Die Pulsdauer des KaVo KEY Laser 3 ist so kurz, dass die Reaktionsschwelle der Nerven nicht erreicht wird. Auf die Anästhesie kann meist verzichtet werden. Keine Vibrationen. Kein schrilles Bohrgeräusch.


Keimabtötende Wirkung
KaVo KEY Laser 3 tötet jegliche Keime. Durch die hohe Wasserabsorption dieser Laserwellenlänge wird der Feuchtigkeitsanteil in den Zellen der Keime verdampft. Die Zellmembran platzt auf und die Keime sterben somit ab.


Schnellere Wundheilung
Die Eingriffe mit dem KaVo KEY Laser 3 sind automatisch, berührungs- und nekrosefrei. Deswegen kommt es zu einer schnelleren Wundheilung ohne postoperative Beschwerden.


Konkremententfernung mittels Feedback-System


Konkremententfernung Gezielte und vollständige Konkremententfernung bei absoluter Schonung des Wurzelzements und darüberhinaus einer fast 100 %igen Bakterienvernichtung – mittels Feedback-System. Weg mit Scaler, Tomkinsfeile und Spezialinstrumenten in der PA-Behandlung. Der eingebaute Autopilot gibt permanente Rückmeldungen über die noch vorhandenen Konkremente, ablesbar am Lasergerät und akustisch hörbar. Man lasert nur soviel wie nötig und so wenig wie möglich. So wird aus dem "Blindflug" der Zahntaschenbehandlung mit scharfen Instrumenten ein präzise gesteuerter Prozess: sicher, bequem und effektiv.

Sofort einsatzbereit


Wasseranschluss Der KaVo KEY Laser 3 ist ein autarkes Gerät, braucht weder Wasser- noch Druckluftanschluss - sofort einsatzbereit.

Weitere Nutzen des KaVo KEY Lasers


KaVo Keylaser
  • Kompakt, mobil, zuverlässig
  • Problemlose Integration in bestehende Behandlungszimmer
  • Einfachste Handhabung
  • Einfachstes Austauschen der Laserhandstücke für entspanntes Arbeiten ohne störenden Zug am Handgelenk
  • Höhere Patientenbindung, hervorragendes Marketinginstrument

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Hier einige Beispiele der Einsatzmöglichkeiten des Lasers in der Zahnmedizin


>> Kavitätenpräparation(Kariesentfernung ohne Bohrer für Kleindefekte)
>> Dekontamination(Keimreduktion in entzündeten Geweben)
>> Weichteilchirurgie / Koagulation(Blutungsfreies Schneiden von Weichgewebe) / (Blutungsstillung)
>> Effloreszenzbehandlung(z.B. Beseitigung von Herpes, Aphthen oder Muttermalen)
>> Endodontie(Sterilisation entzündeter Zahnwurzeln)
>> Parodontalbehandlung(minimalinvasive Bakterienabtötung in der Zahnfleischtasche)
>> Prothetik(Vorbereiten der Abformung mittels Laser)

2004 wurde ich nach umfangreicher Prüfung (Zertifizierung) zum "Laserschutzbeauftragten für Lasertherapien in der Zahnheilkunde" von der Deutsche Gesellschaft für Laserzahnheilkunde (DGL) an der Zahnmedizinischen Fakultät der Universität Aachen ernannt (Sachkunde gemäß § 6.3 MedGV ( AALZ RWTH Aachen )) Desweiteren bin ich Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde.


Seit Einführung der Laserzahnheilkunde in meiner Praxis im Jahre 2004 wurden von mir bisher über 1000 Laser-Behandlungen durchgeführt.


Hier nun einige Einsatzbeispiele:

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Bohren mit dem Laser


Durch die Einführung der Lokalanästhesie ist die Zahnbehandlung für den Patienten zwar wesentlich erträglicher geworden, jedoch besteht auch weiterhin der Wunsch nach einer schmerzfreien Behandlung ohne vorherige Betäubung, da auch die Lokalanästhesie per Injektion mit Schmerzen verbunden sein kann.


Aus Sicht des Patienten ist der Ersatz des herkömmlichen Bohrers durch den "Laser" deshalb von besonderer Bedeutung, weil mit ihm erstmals ohne vorherige Betäubung des Zahnes ein schmerzarmes Abtragen kariöser Zahnhartsubstanz (Schmelz, Dentin) ermöglicht wird.


Mit punktförmiger gepulster Lichtenergie werden mikroskopisch kleine Hartsubstanzpartikel aus der Zahnoberfläche herausgesprengt. Da der ER-Yag Laser an Wasser (hier: das Kühlungsaerosol) ankoppelt, ist hierbei die thermische Entwicklung auf der Zahnoberfläche so gering, dass selbst bei tieferen kariösen Defekten bei über 80% der Patienten keine oder nur leichte Schmerzreaktionen festgestellt werden.


Werden wenn auch nur sehr geringfügige Schmerzreize verspürt, so äußern sich diese als kurze, nadelstichartige Schmerzsensationen, synchron zum Laserpuls. Unmittelbar nach dem Laserimpuls spürt man sofort keinen Schmerz mehr. Hinzu kommt, dass das "Laserbohren" ohne Zahnkontakt erfolgt. Daher treten weder unangenehme Vibrationen noch die hinlänglich bekannten Bohrgeräusche auf.


Leider sind die Indikationsmöglichkeiten des Lasers in der Präparation jedoch etwas eingeschränkt.


Nicht eingesetzt werden kann der Laser z.B. zum Entfernen alter Amalgamfüllungen, da ansonsten giftige Quecksilberdämpfe entstehen könnten. Solcherart vorhandene alte Füllungen müssen vor dem Lasereinsatz mit dem konventionellen Bohrer entfernt werden. Der Laser wird in der Regel auch nicht eingesetzt um große Füllungen vorzubereiten. Er ist zwar angenehmer aber gegenüber dem konventionellen Bohrer deutlich langsamer. Daher eignet sich das Laserbohren vor allem bei kleineren kariösen Defekten. Hier stehen an erster Stelle Behandlungen im Frontzahnbereich und im gut zugänglichen Seitenzahnbereich im Vordergrund.


Ein großer Vorteil liegt beim Bohren mit dem Laser darin, dass durch das punktförmige Abtragen der Zahnhartsubstanz das präparierte Loch (= Kavität) in seiner Ausdehnung äußerst klein gehalten werden kann. Dadurch kann im Gegensatz zum konventionellen Bohren mehr gesunde Zahnsubstanz erhalten werden. Solchermaßen schonend vorbereitete Kavitäten eignen sich besonders zur Versorgung mit ästhetischen weißen Füllmaterialien, also z.B. Composite. Dies ist ein weiterer Beitrag des Lasers, kosmetisch anspruchsvolle Füllungen zu ermöglichen.


Einziger Nachteil bleibt die längere Behandlungszeit wegen der langsameren Abtragsgeschwindigkeit des Lasers gegenüber dem Bohren mit der Turbine.


Zusammengefasst bedeutet das Präparieren mit dem Laser:

  1. Eine Lokalanästhesie ist in den allermeisten Füllen nicht mehr notwendig. Ängste, die durch die Betäubungsspritze hervorgerufen werden, können vermieden werden.
  2. Die Behandlung ist schmerzarm.
  3. Das Bohren erfolgt berührungslos und vibrationsfrei.
  4. Gesunde Zahnsubstanz wird geschont.
  5. Ästhetisch anspruchsvolle Füllungen werden ermöglicht.
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Dekontamination mit dem Laser (Beispiel: Fissurensterilisation)


Die Fissurenversiegelung ist eine wichtige prophylaktische Maßnahmen zur Verhütung von Karies auf den Kauflächen der Milch- und bleibenden Backenzähnen (im zahnmedizinischen Fachjargon auch Molaren & Prämolaren genannt).


Durch die Versiegelung der meist haar- oder ampullenförmigen Spalten (=Fissuren) auf den Kauflächen wird das Eindringen von Bakterien und Speiseresten verhindert. Da sich die Fissuren trotz intensiver Zahnpflege nicht vollständig reinigen lassen, muß vor jeder Versiegelung die in den Fissuren befindliche, kariesverursachende Plaque (= Nahrungsbestandteile + Bakterien) restlos beseitigt werden.


Nach konventioneller Methode wird zu diesem Zweck zunächst der Eingang der Fissur mit einem flammenförmigen rotierenden Bohrnstrument erweitert. Nur so ist eine Beurteilung des Spaltensystems und das Entdecken möglicher Kariesherde in der Fissur möglich. Nach Reinigung und Ausspülung der Fissur wird diese im Anschluss mittels eines am Zahnschmelz haftenden Kunststoffes verschlossen.


Behandlungsbeispiel


Schwachstelle Fissur Sterilisation der Fissur Versiegelte Fissur

Schwachstelle Fissur
im Backenzahnbereich

Sterilisation der Fissur
mit dem Laser

Versiegelte Fissur

Zur Erhöhung der Sicherheit kann heute das bisherige Verfahren durch Einsatz des ER-Yag-Lasers verbessert werden. Hierbei wird die Laserenergie in die Fissur geleitet.


Durch explosionsartiges Verdampfen des Kühlaerosols entstehen thermische Effekte, die zu einer echten Sterilisation (= Abtötung aller Bakterien) der Fissur führen. Gleichzeitig wird das Zahnbein in der Fissur oberflächlich eingeschmolzen und quasi verglast. Dadurch wird das Zahninnere zusätzlich nach außen abgeschirmt.


Der Patient empfindet bei dieser Maßnahme lediglich ein impulsförmiges, akustisch wahrnehmbares "Tacken" auf der Zahnoberfläche. Schmerzen treten dabei nicht auf.


Für den Patienten bedeutet diese Fissurensterilisation vor der Versiegelung der Fissur mit Kunststoffen:

  1. Eine echte Abtötung (=Sterilisation) der kariesverursachenden Keime in der Fissur.
  2. Einen zusätzlichen Verschluß des Zahnbeins durch "Verglasung".
  3. Eine zusätzliche Erhöhung der Sicherheit in Bezug auf Kariesneubildung in der Fissur.
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Weichteilchirurgie mit dem Laser / Koagulation


Chirurgische Eingriffe an Weichgeweben der Mundhöhle sind immer dann erforderlich, wenn sich durch akute entzündliche Prozesse oder durch chronische Reize Gewebeüberschußbildungen bilden. Beispiele hierfür wären der Weichteilabszeß, das Fibrom, die Epulis oder Zahnfleischhyperplasien.


Bei konventioneller Behandlungsmethode wird nach Betäubung mit einem Anaesthetikum das betroffene Gewebeareal mit dem Skalpell herausgeschnitten. Anschließend werden die Wundränder mit Nähten fixiert und die Blutung durch einen Kompressionsverband gestillt.


Durch Einsatz des Lasers ist es jedoch heute möglich derartige chirurgische Eingriffe für den Patienten angenehmer, schneller und sicherer durchzuführen. Die herkömmliche Methode wird dabei durch den Lasereinsatz i.d.R. völlig obsolet, da mit dem Laser die chirurgische Durchtrennung von Gewebe ohne Skalpell und ohne Auftreten von Blutungen möglich ist.


Durch Umwandlung des Laserlichtes im Gewebe wird das gelaserte Weichgewebe punktuell verdampft. Gleichzeitig kommt es zum Verschluß eröffneter Blutgefäße (=Koagulation); eine Blutung bleibt daher aus. Aus diesem Grund kann deshalb in den meisten Fällen auf eine Wundversorgung mit Nähten und auf einen Kompressionsverband verzichtet werden. Zudem wird die Wundoberfläche durch die Wirkung des Laserlichtes sterilisiert. Häufig bildet sich auf der Wundfläche ein weißlich aussehender Fibrinbelag, der als körpereigenes "Wundpflaster" fungiert. Dieser sollte vom Patienten auch belassen werden. Er verschwindet eigenständig nach Abschluß der Wundheilung. Bei der Laserchirurgie benötigt man zudem im Vergleich zur konventionellen Chirurgie nur einen Bruchteil der sonst benötigten Menge an Anästhetikum.


Für Sie als Patient bedeutet dies:

  1. Die Behandlung ist schneller und angenehmer, weil Skalpell, Nahtverschluß und Wundverband entfallen.
  2. Während und nach der Operation sind Blutungen auf ein Minimum reduziert oder treten erst gar nicht auf.
  3. Die Wundheilung ist weniger gestört, weil Blutgefäße verschlossen werden und die Wundoberfläche sterilisiert wird. Außerdem entfallen die störenden Reize der sonst notwendigen Nähte.
  4. Die Entfernung von Nähten in einer Folgesitzung entfällt.
  5. Wundheilung ohne Schmerzen und ohne nennenswerte Narbenbildung.
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Effloreszenzbehandlung


Der Herpes labialis ist eine häufig wiederkehrende Schleimhauterkrankung. Etwa 16-45% der Bevölkerung sind mit dem Herpes-simplex-virus 1 (HSV1) infiziert. Viele der latenten Virusträger leiden unter häufige wiederkehrenden Schleimhaut- oder Hautveränderungen (=Effloreszenz). Sie sind für den Patienten dadurch gekennzeichnet, dass im Zusammenhang mit der Effloreszenz (gruppiert stehende Bläschen auf gerötetem Grund) ein äußerst unangenehmes Hautjucken oder -brennen auftritt.


Nach Aufplatzen der Bläschen trocknen diese langsam aus und heilen i.d.R. nach ca. 3 Wochen ab. Das Sekret der Bläschen ist extrem mit Herpesviren verseucht und damit höchst infektiös.


Zur Behandlung werden konventionell antivirale Medikamente eingesetzt werden. Jedoch hat sich gezeigt, dass zunehmend virustatika-resistente HSV-Stämme existieren, so dass diese Salben keine Wirkung mehr zeigen.


Der Einsatz des Lasers bei der Behandlung von Herpes und Aphthen liegt in der Zerstörung der in der Hauterscheinung (Primäreffloreszenz) gelegenen Krankheitserreger (beim Herpes der HSV1-Virus) . Das betreffende Schleimhautareal wird dazu mit dem Laserlicht bestrahlt und damit die in der Wundoberfläche befindlichen Keime abgetötet.


Untersuchungen haben gezeigt, dass durch den Lasereinsatz die Abheilungsphase verkürzt wird und erstaunlicherweise die Tendenz zum erneuten Auftreten der Erkrankung (=Rezidiv) auf dem laserbehandelten Schleimhautareal vermindert ist. Die bestrahlte Wundoberfläche ist unmittelbar nach der Behandlung gegenüber äußeren Reizen weniger empfindlich, was die subjektiven Schmerzbeschwerden des Patienten unmittelbar vermindert.


Für Sie als Patient bedeutet dies:

  1. Die Efflorereszenz heilt durch Laserbestrahlung deutlich schneller ab, als bei konventioneller Behandlung.
  2. Die Behandlung erfolgt berührungsfrei und ohne Schmerzen.
  3. Ein ständiges Auftragen von Salben ist nicht erforderlich.
  4. Wundheilung ohne Schmerzen und ohne Narbenbildung.
  5. Verminderte Rezidivneigung im bestrahlten Behandlungsbereich.
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Endodontie (Lasersterilisation entzündeter Zahnwurzeln)


Endodontitis bedeutet eine Entzündung des Zahnmarkes (= Zahnnervengewebe im Zahninneren) bedingt durch eingewanderte Bakterien. Die Einwanderung der Bakterien durch die Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz/Zahnbein) bis hin zum Zahnmark erfolgt über kariöse Defekte des Zahnes. Haben die Bakterien das Zahnmark erreicht, so können sie sich dort schnell vermehren und lösen dadurch massive Entzündungsreaktionen mit dem typischen starken Zahnschmerz aus.


Ziel der Wurzelkanalbehandlung ist es, das entzündete Zahnmark zu entfernen, die mit Bakterien verseuchte Wurzelkanalinnenwand zu reinigen und anschließend den Wurzelkanal möglichst hermetisch abzuschließen. Dieses therapeutische Vorgehen wird als Wurzelkanalbehandlung oder Endodontie bezeichnet und soll eine neuerliche Bakterienbesiedelung des Wurzelkanals und die oben beschriebene Entzündungsausbreitung in den Kieferknochen verhindern.


Breitet sich die Entzündung über den Wurzelkanal hinaus an der Wurzelspitze im umliegenden Kieferknochen aus, so entsteht in der Folge zumeist die berühmte "Dicke Backe" (= Weichteilabszeß durch Entzündung der Wurzelspitze). Häufig kann die alleinige Wurzelkanalbehandlung den Entzündungsherd an der Wurzelspitze (=Granulom) nicht mehr zur Abheilung bringen. In solchen Fällen ist dann eine sog. Wurzelspitzenresektion erforderlich – ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Wurzelspitze zusammen mit dem Granolum aus dem Kiefer entfernt wird.


In allen Fällen der Zahnmarksentzündung und insbesondere bei Entzündungen der Wurzelspitze empfiehlt sich neben der herkömmlichen chemisch-mechanische Aufbereitung des Wurzelkanals die zusätzliche Laserung der Wurzelkanalinnenseiten. Dazu wird eine dünne Glasfaser angewendet, die die Laserenergie in den Wurzelkanal leitet. Mit der Laserenergie wird ein sehr großer Teil der Bakterien (bis 97%) in der Wurzelkanalwandung abgetötet (= Wurzelkanalsterilisation) , der nach der chemisch-mechanischen Aufbereitung noch im Kanal und in der Zahnwurzelwandung verblieben ist.


Zudem bewirkt die Laserenergie einen Verschluß der sogenannten Dentintubuli an den Kanalinnenwänden. Diese Dentintubuli sind feinste Känäle der Wurzelwandung, die ebenso wie der Hauptwurzelkanal mit der Wurzeloberfläche des Zahnes in Verbindung stehen. Der Verschluß dieser Kanälchen durch den Laser verhindert somit eine Besiedelung der Wurzelumgebung mit Bakterien aus dem Wurzelkanal heraus (=hermetischer Verschluß). Besteht bereits ein Granulom so kann durch die Laserbehandlung in den meisten Fällen auf die sonst notwendige Wurzelspitzenresektion verzichtet werden. Der Organismus ist nach der vorbeschriebenen Laserbehandlung zumeist in der Lage, das Granulom an der Wurzelspitze wieder aufzulösen. Die Regeneration des Kieferkochens an der Wurzelspitze muss 4-6 Monate nach der laserunterstützten Wurzelkanalbehandlung durch eine erneute Röntgenaufnahme kontrolliert werden.


Der unterstützende Lasereinsatz bewirkt somit ein Höchstmaß an Keimreduktion im Wurzelkanal und einen optimierten Verschluß zur Zahnumgebung. Selbst stark infizierte Zähne können dadurch zur Ruhe kommen, die mit herkömmlichen Mitteln nicht hätten erhalten werden können. Dies haben Untersuchungen von Prof. Gutknecht am Klinikum der RWTH Aachen eindeutig belegt.


Für Sie als Patient bedeutet dies:

  1. Ein mit dem Laser behandelter Kanal kann oft in einer oder sehr wenigen Sitzungen abschließend behandelt werden (Zeitersparnis).
  2. Die Sicherheit in Bezug auf die Verhinderung einer Entzündungsausweitung in der Wurzelumgebung ist enorm erhöht.
  3. Selbst in schwierigen Fällen, in denen die herkömmlichen Methoden versagen, führt eine Behandlung mit dem Laser in den meisten Fällen noch zum Erfolg (=Kostener- sparnis, da Zahnverlust in der Folge teuren Zahnersatz erfordert).
  4. Der sonst übliche chirurgische Eingriff (Wurzelspitzenresektion) bei Granulombildung kann durch den Lasereinsatz vermieden werden.
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Parodontalbehandlung (Laserdekontamination der Zahnfleischtasche)


Parodontitis bedeutet eine Entzündung des Zahnfleisches und damit einhergehend eine Schädigung des gesamten Zahnhalteapparates (= Zahnfleisch und Kieferknochen).


Dies führt langfristig zum Verlust der Zähne. Ursächlich für diese Erkrankung sind in aller Regel Fehler bei der Mundhygiene. Hier helfen wir Ihnen durch eine professionelle Mundhygieneschulung sowie durch eine Professionelle Zahnreinigung, die vor jeder Parodontalbehandlung durchgeführt werden muß, um einen dauerhaften Erfolg der anschließenden Zahnfleischbehandlung sicherzustellen. Anschließend ist es notwendig, die Schäden unterhalb der Zahnfleischgrenze zu beseitigen, die sich trotz perfekter Mundhygiene nicht mehr zurückbilden können. Ziel der Behandlung ist das Erreichen einer größtmöglichen Keimarmut in der entzündlich veränderten Zahnfleischtasche (= Sulkus) und auf der bakterienverseuchten Wurzeloberfläche. Nach wie vor muss dazu grundsätzlich zunächst die Wurzeloberfläche von allen entzündungsfördernden Ablagerungen (= Konkremente, und Schmierschichten) befreit werden, da diese den Nährboden für die Bakterien darstellen. Im Anschluß daran werden nach der bisherigen Therapiemethode häufig das entzündete Zahnfleisch mit dem Skalpell gekürzt und die Wundränder anschließend vernäht.


Der Laser macht es nun möglich, die Zahnbettbehandlung wesentlich weniger traumatisierend auszuführen.


Dabei wird die Zahnfleischtasche und die Wurzeloberfläche durch Laserlicht von entzündungsverursachenden Keimen befreit. Die Laserung dieser Zahnbettbereiche führt zu einer größtmöglichen und mit konventionellen Mitteln nicht erreichbaren Entfernung der stark bakterienhaltigen Schmierschicht (Smearlayer) der Wurzeloberfläche sowie einer deutlichen Reduktion der freien Sulkusbakterien (Swimmer). Untersuchungen haben gezeigt, dass pigmentierte Bakterienstämme bis zu 99% und nichtpigmentierte Stämme bis ca. 75% reduziert werden. Bei PA-Behandlung ohne Laser werden lediglich nur bis zu 25% der Bakterien eleminiert. Die signifikant höhere Bakterienabtötung mittels Lasereinsatz erklärt die deutlich bessere Wundheilung. Zudem kann bei Taschentiefen bis ca. 7 mm auf eine chirurgische Aufklappung des Zahnfleische verzichtet werden. Dadurch gestaltet sich die PA-Behandlung i.d.R. weniger invasiv und die postoperativen Beschwerden sind auf Grund des geringeren Gewebetraumas für den Patienten leichter zu ertragen. Die häufig mit Ängsten besetzte Parodontalbehandlung wird hierdurch um ein Vielfaches komfortabler, effizenter und angenehmer. Die Laserbehandlung wird zeitgleich mit der konventionellen Zahnwurzelglättung unter lokaler Anästhesie ausgeführt. In schweren Fällen kann die wiederholte Laserung der Zahnfleischtasche erforderlich sein.


Für Sie als Patient bedeutet dies:

  1. Im Gegensatz zur konventionellen Behandlung kann mittels Laser die entzündete Zahnfleischtasche von entzündungsverursachenden Keimen deutlich effektiver befreit werden (=Taschendekontamination). Eine solchermaßen durchgeführte Behandlung führt in der Regel selbst in den Fällen zu sehr guten Erfolgen, in denen man nach alter Vorgehensweise als Zahnarzt geneigt wäre, die Parodontaltasche chirurgisch zu eröffnen.
  2. Dadurch kann in vielen Fällen auf das Eröffnen und Einkürzen des Zahnfleisches verzichtet werden bzw. der Umfang der Kürzung fällt wesentlich geringer aus. Folglich entfällt in vielen Bereichen die sonst übliche Naht.
  3. Beim Durchfahren der Zahnfleischtasche mit dem nur O,32 mm dünnen Lichtleiter werden kleinste Blutgefäße verschlossen, sodass die Blutungserscheinungen deutlich verringert werden. Die Blutungen kommen schneller zum Stillstand.
  4. Darüber hinaus vermag das Laserlicht die Wurzeloberfläche der Zähne von Erregern zu befreien und gleichzeitig das Hartgewebe des Zahnes zu verdichten (= Wurzelzementmineralisation).
  5. Das Gewebe wird während der Behandlung weniger traumatisiert, weshalb die Wundheilung schneller und mit weniger postoperativen Beschwerden einhergeht.
  6. Die Reinigung der Zahnzwischenräume kann in der Regel auf Grund der geringeren Abheilungsbeschwerden ein bis zwei Tage nach der Behandlung wieder durchgeführt werden.
  7. Durch die geringinvasive Behandlungsmethodik schrumpft der Zahnfleischrand nicht so stark wie bei der konventionellen Behandlung. Die Zahnhälse kommen deshalb nicht so stark zum Vorschein.
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